Leben & Alltag in Argentinien

Neben hilfreichen Tipps und kunterbunter Inspiration für Deine Argentinien-Reise, möchte ich mit Dir auch ein paar Gedanken und Einblicke aus meinem Leben im Land der Gauchos teilen. Hier findest Du allerei Geschichten, die mein argentinisches Leben so schreibt.

Persönliche Geschichten & Alltagstroutinen aus Argentinien:

Fünf Monate auf 44 Quadratmetern – ein Rückblick

"Das Virus sucht nicht euch, sondern ihr sucht das Virus, und zwar, indem ihr rausgeht."

Die Worte des Präsidenten Alberto Fernández sind in den letzten fünf Monaten in Fleisch und Blut übergegangen. Sie kommen mit, als ich die Wohnung verlasse. Sie hämmern in meinen Ohren, als ich am Flughafen Ezeiza in der Schlange stehe. Sie schreien mich vorwurfsvoll an, als ich im überfüllten Flugzeug Platz nehme. Sie begleiten mich im Amsterdamer Transit. Sie schmerzen, als ich am Flughafen Stuttgart das bekannte Gesicht aus der Ferne grüße. Sie sind knapp eine Woche später nur noch ein leises Echo, das ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufe.

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Fensterherbst – eingesperrt in Buenos Aires

„Abstand bitte!“ In einem Land, in dem man sich zur Begrüßung, zur Verabschiedung und manchmal auch zwischendrin ein Küsschen gibt, und in dem die bombilla – der Mate „Strohhalm“ – geteilt wird, ist das mit diesem Abstand gar nicht so leicht.

Funktioniert aber dennoch überraschend gut.

Während sich das Leben in Deutschland langsam wieder in Richtung Normalität bewegt, wurde die Ausgangssperre in Argentinien bis 25. Mai (aktuell bis 8. Juni) verlängert. Das Leben spielt sich virtuell und hinter Wohnungstüren ab.

Bienvenidos in Balkonien!

Corona in Argentinien: die Ausgangssperre wurde bis 25. Mai verlängert
Corona in Argentinien: die Ausgangssperre wurde bis 25. Mai verlängert
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Jahresrückblick 2019: turbulent, bunt, patagonisch

Innehalten, zurückblicken, überlegen: Was war gut, was wäre anders vielleicht besser gewesen? – Das mache ich regelmäßig, denn die Vergangenheit ist ja auch ein Wegweiser für die Zukunft.

Auch am Jahresende nehme ich mir immer einen kurzen Moment Zeit, um Mate trinkend das Jahr Revue passieren zu lassen.

Und dieses Jahr mache ich das besonders gern, denn 2019 war im Großen und Ganzen wundervoll!

Viele Reisen, viel Patagonien, die Erfüllung eines Kindheitstraumes, viele neue Jobs, die mich glücklich machen...

Und vor allem viele neue Bekanntschaften, Gespräche, die unter die Haut gingen, Begegnungen, die ich nicht vergessen werde;

Begegnungen, aus denen sich die ein oder andere Freundschaft entwickelte bzw. vertiefte.

Wenn der Himmel brennt und der Wind Dich beim Fotografieren fast umhaut, dann weißt Du, dass Du in Patagonien bist.
Wenn der Himmel brennt und der Wind Dich beim Fotografieren fast umhaut, dann weißt Du, dass Du in Patagonien bist.
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Die Druckerei der Vergangenheit. Eine Zeitreise

Viele der Plakate, die man in Buenos Aires sieht, werden durch Hochdruck, eines der ältesten Druckverfahren, hergestellt. Das ist keine Arbeit für Ungeduldige: Die einzelnen Typen müssen von Hand zum Schriftsatz zusammengestellt werden, der anschließend mit Druckpressen auf Papier übertragen wird. Ich habe mir das in einer alten Druckerei mal genauer angeschaut...

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Wie mein Visum den Weg zu mir fand – die Geschichte einer Odyssee

Der DNI, Documento Nacional de Identidad, ist der argentinische Personalausweis. Diesen muss man immer bei sich tragen und seine DNI Nummer kennt jeder auswendig, denn es mangelt in Argentinien nicht an Gelegenheiten, diese aufzusagen oder aufzuschreiben.

 

Es gibt viele Wege, um als Ausländer einen DNI zu bekommen. Am einfachsten ist das mit einem Arbeitsvertrag. Aber warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?

Mein DNI wird diesen Monat 2 Jahre alt und zur Feier des Tages habe ich ihm einen Brief geschrieben und ihn über seine Herkunft aufgeklärt.

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Studieren in Buenos Aires I: Universidad de Buenos Aires

Zwischen Marihuanawolken und Karl Marx

 

 

 

Am Anfang war der Schock.

 

Ich betrete das Gebäude und werde von einer Wolke Marihuana begrüßt.

Menschen laufen aufgeregt hin und her. Ein Geräuschpegel ist das!

Ein Karl Marx Verschnitt, dem die Zigarette an die nikotingelben Finger angewachsen zu sein scheint, versucht, Schreibmaterial zu verkaufen.

 

 

Ist das wirklich die Uni?

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Von Nostalgie und intelligenten Frauen

Freitagabend in Buenos Aires. Nach der Arbeit habe ich noch keine Lust, nach Hause zu gehen und schlendere ziellos durch die Straßen. Es ist Anfang Juni, mild, aber die Luft riecht nach Winter. Die Bars füllen sich, Kollegen und Freunde treffen sich auf ein „2 für 1“ Feierabendbier.

 

Ich lasse mich treiben und entdecke einen ruhigen Innenhof, der an einen Antiquitätenmarkt grenzt. Auf einer grünen Bank räkelt sich eine Katze. Sie schaut mich aus verschlafenen Augen an und fordert „mimitos“, Streicheleinheiten. 


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Länderprofi Kampagne - Argentinien

Plaza de Mayo in Buenos Aires

 

Wie sicher ist Argentinien?

 

Kann man als Frau allein reisen?

 

Wann ist die beste Reisezeit?

 

Warum überhaupt Argentinien?

 

Was sollte man auf keinen Fall verpassen?

 

Sollte man im Voraus reservieren?

 

Diese Fragen und noch viele mehr beantworte ich Kathrin im Rahmen ihrer Länderprofi Kampagne. Ein schönes Projekt, das sie ins Leben gerufen hat: Jede Woche wird ein anderes Land vorgestellt, dazu hat sie Länderexperten aus der ganzen Welt zusammengesucht und interviewt.

 

Hier kommst Du zum Argentinien Interview.

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Liebster Award - ich wurde nominiert!

 

 

Während ich gerade Umzugskisten durch die Gegen schleppte, bekam ich meine Mail von Claudia und Dominik von weltreize: Sie nominierten Argentinien 24/7 für den Liebster Award!

Die beiden lernte ich vor einiger Zeit in Buenos Aires kennen, sie machten hier einen Sprachkurs, um sich für Südamerika zu wappnen. Und ich bin die darauffolgenden Monate mit ihrem schönen Blog um die Welt gereist.

 

Vielen lieben Dank an Euch für die Nominierung, ich freue mich wirklich sehr darüber!

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7 Fragen über das Leben in Buenos Aires

Vor ein paar Tagen fragte mich meine Freundin Stefanie von Worte und Orte über mein Leben in Buenos Aires aus.

In ihrem wunderschönen Blog schreibt sie über das Lesen, Reisen und Entdecken.

Auch sie absolvierte ihr Auslandssemster in Buenos Aires. Wir lebten zusammen mit zwei weiteren Deutschen, zwei Argentinierinnen und zwei durchgeknallten Katern in einer superschönen Altbauwohnung in San Telmo, streiften gemeinsam durch die Viertel, tanzten im Regen, litten bei zu langen Vorlesungen an der Uni und stellten das Leben der Großstadt ein bisschen auf den Kopf - getreu dem Motto "Was in Argentinien geschieht, bleibt in Argentinien". Nun, ein bisschen was können wir doch verraten. Hier kommst Du zum Interview. 

Und wenn Du schon mal da bist, dann lass mit Stefanies Buch- und Reiseempfehlungen die Woche verträumt ausklingen!

Über Argentinien schreibt sie zum Beispiel hier, hier und hier.

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Umzug auf argentinisch oder warum wir im Dunkeln sitzen


Aus Deutschland kenne ich das so: Ich finde eine Wohnung, packe meine Sachen, organisiere einen Möbeltransporter, ziehe aus, ziehe in die neue Wohnung ein, habe meist binnen kurzer Zeit Strom und Internet und die leeren Kisten werden irgendwo verstaut.

 

Das läuft in Argentinien natürlich prinzipiell auch nicht anders ab. Nur irgendwie ist gerade der Wurm drin.

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