Region Pampeana & Zentralargentinien

Mit der Region Pampas / Pampeana beschreibe ich die Provinzen Buenos Aires, La Pampa, Córdoba und den Süden von Santa Fe. Diese Eingrenzung ist eigentlich nicht ganz korrekt, da sie landschaftlich sehr unterschiedlich ist.

Zu diesem Gebiet zähle ich auch das Mittelgebirge der Provinz Córdoba, das keine Pampa ist, sowie die Küstenregion der Provinz Buenos Aires. Westlich des Gebirges erstreckt sich die trockene Pampa, östlich davon die feuchte Pampa. Die feuchte Pampa ist das wirtschaftliche Herz des Landes und wird hauptsächlich zur Viehzucht genutzt. In der großflächigen Grasebene fühlen sich die Rinder wohl.

Touristisch ist die Pampa in vielerlei Hinsicht interessant. Du kannst hier (wie natürlich auch in anderen Teilen des Landes) traditionelle Estancias besuchen und Einblicke in das Leben auf einer argentinischen Farm erhalten, mit einem Gaucho in den Sonnenuntergang galoppieren, am nächtlichen Lagerfeuer dem Leben lauschen, ursprüngliche Dörfer besuchen, Dir an den kilometerlangen Sandstränden die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder zwischen hübschen Fachwerkhäusern in Córdoba auf den Spuren der eigenen Geschichte wandeln – die Pampa ist landschaftlich wie kulturell erfrischend abwechslungsreich.

Meine Artikel über die Pampas-Region:

Gran Hotel Viena in Miramar - Prunk in Ruinen

Das Gran Hotel Viena in Miramar de Ansenuza, Provinz Córdoba, war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein luxuriöses Feriendomizil für gut betuchte Europäer und Argentinier. Vom ehemaligen Prunk und Gloria erzählt heute nur das leise Flüstern der Geister – sofern man an deren Existenz glaubt. So oder so, die alten Gemäuer, knarzenden Treppenstufen und Schatten werfende Gänge sind einen Besuch auf jeden Fall Wert.

 

Ehemaliges Luxus- und Kurhotel Gran Hotel Viena an der Lagune Mar Chiquita, Provinz Córdoba
Ehemaliges Luxus- und Kurhotel Gran Hotel Viena an der Lagune Mar Chiquita, Provinz Córdoba
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Mar Chiquita – am „kleinen Meer“ von Córdoba

Miramar de Ansenuza ist ein kleiner Ort an der Küste der Laguna Mar Chiquita, übersetzt kleines Meer, einem Salzsee in Zentralargentinien. Während sich dort vor rund 100 Jahren wohlhabende Europäer und Argentinier die Sonne auf den Bauch scheinen ließen, ist der Ort aufgrund einiger Überschwemmungen im ausgehenden 20. Jahrhundert etwas in Vergessenheit geraten. Doch nun, da es beschlossene Sache ist, dort einen neuen Nationalpark zu gründen, wird sein Schattendasein wahrscheinlich bald ein Ende finden.

Ich habe Miramar im November 2021 besucht und nehme Dich in diesem Artikel mit in diesen Ort, den ich erst auf den zweiten Blick lieben gelernt habe.

 

Miramar am Salzsee Mar Chiquita, Provinz Córdoba
Miramar am Salzsee Mar Chiquita, Provinz Córdoba
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Champaquí: Wanderung auf das Dach Córdobas

Der Cerro Champaquí ist mit 2790 Metern die höchste Erhebung der Sierras de Córdoba, einem zentralargentinischen Gebirgszug in der Provinz Córdoba. Von dem kleinen Ort Villa Alpina kann er in zwei Tagen gemütlich bestiegen werden: zunächst 13 Km bis zum Basislager, wo es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten gibt, und am nächsten Tag weiter zum Gipfel.

 

Gipfelplateau des Cerro Champaquí
Auf dem Gipfel des 2790 m hohen Cerro Champaquí dürfen sich Wanderer auf ein wunderbares 360° Panorama freuen.
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Santo Domingos Schafe und am Ende das Meer

Wer Santo Domingo hört, denkt wahrscheinlich an Strände, Palmen und karibisches Flair. Ich denke an eine nicht gefundene Leiter, marode Häuser und Schafe, die vor einem alten Postkartenbahnhof grasen, und an einen Umweg zum Meer.

Einmal im Jahr gönnen wir uns eine kleine Auszeit an der Küste der Provinz Buenos Aires. Das Gefühl von Freiheit stellt sich ein, sobald wir die Betonwüste der Hauptstadt und ihrer Vororte hinter uns lassen. Jedes Jahr wählen wir eine andere Route, um auf dem Weg nach Mar de las Pampas noch ein paar Dörfer anzuschauen. 2016 wollte es der Zufall so, dass wir zwischen wolligen Vierbeinern landeten...

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Mar del Plata – hässlich Schöne

Mar del Plata, der größte Badeort Argentiniens, liegt im Südosten der Provinz Buenos Aires, 404 Kilometer von der argentinischen Hauptstadt entfernt. Die Stadt hat ihren eigenen - versteckten - Charme, den ich erst auf den zweiten Blick wahrgenommen habe. Im Sommer platzt sie aus allen Nähten. Vor lauter Sonnenschirmen sieht man den Strand nicht. Das restliche Jahr ist sie durchaus einen Besuch wert.

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Gauchos und Folklore: Fiesta de la Tradición in San Antonio de Areco

Pferdehufe donnern über den sandigen Boden, ein Motorrad verschwindet hupend in einer Staubwolke, der Geruch von asado, gegrilltem Fleisch, liegt in der Luft. Die Stimmung ist ausgelassen.

 

 

Jedes Jahr im Frühling finden die „Fiestas de la Tradición“ in Argentinien statt. Eine der bekanntesten ist die Fiesta de la Tradición in San Antonio de Areco.

Für ein Wochenende wird dem Mythos “Gaucho” wieder Leben eingehaucht.

Auf dem Programm stehen Reitvorführungen, traditionelle Folkloretänze, Führungen durch das historische Zentrum, nostalgische Gitarrenklänge, Vorträge über ländliche Traditionen und die „Gaucho-Kultur“.

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Kurztrip ins Tigre Delta

Wie wär´s mit einem Wochenende am Fluss? Nur 32 Kilometer von Buenos Aires entfernt liegt das schöne Städtchen Tigre. Hier kann man wunderbar die Seele baumeln lassen, den schwimmenden Markt besuchen und sich den ganzen Tag durch das Delta schippern lassen. Ein beliebtes Wochenendziel für Touristen und Einheimische.

 

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Villa Epecuén & Carhué - Ruinen aus Salz

Carhué und Epecuén. Zwei unscheinbare Punkte auf der Landkarte an der Grenze zur Provinz La Pampa. Zwei Orte, die viel zu erzählen haben. Sie erzählen eine traurige Geschichte.

Es ist ein surrealer Anblick. Mehr als zwei Jahrzehnte lang war Epecuén versunken im Salzwasser. Seit ein paar Jahren gibt die Natur diesen Ort Stück für Stück frei.

Heute kommen Touristen, angelockt vom morbiden Charme, den die Ruinen versprühen.

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